Am Samstag, den 07. April wurde die “Lange Nacht über Erich Mühsam” auf Deutschlandfunk Kultur in Wiederholung ausgestrahlt. In diesem mehrstündigen Beitrag findet auch die Bakuninhütte als biographischer Ort Erich Mühsams Erwähnung (ab der 35. Minute in der 3. Stunde).

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Aus dem Ankündigungstext des Senders:

Er saß zwischen allen Stühlen – fast sein ganzes Leben lang. Den ernsthaften Anarchisten war Erich Mühsam zu sehr Bohème: Der Schriftsteller dichtete zu unpolitisch, trank zu viel und vergnügte sich zu sehr, so damalige Vorwürfe.

Nach dem Ersten Weltkrieg beteiligte Erich Mühsam (1878 – 1934) sich an der Münchener Räterepublik, redete vor Zehntausenden von Arbeitern und Soldaten. Im Gegensatz zu vielen anderen Genossen überlebte Erich Mühsam die Niederschlagung der Räterepublik.

Weil er mit den Kommunisten kooperierte, um den Aufstieg des Nationalsozialismus zu verhindern, wurde er von vielen anarchistischen Freunden verlassen. Weil Mühsam an der Staatskritik und am Individualismus der Anarchisten festhielt, wurde er von den Kommunsten als Kleinbürger kritisiert – auch noch nach seiner Ermordung im KZ Sachsenhausen.

Doch immer beschreiben ihn Zeitgenossen als einen herzlichen, großzügigen und gütigen Menschen. Seine derzeit neu publizierten Tagebücher machen verständlich warum.

Wiederholung vom 6./7.4.2013